PRIMUS-Schule wird zur englischen Theaterbühne
Titz. Lautes Lachen, empörtes Aufschreien, aufgeregte Warnungen! Das sind die Geräusche,
die am 24. September 2026 aus der Turnhalle der Primus-Schule Titz drangen. Knapp 500
Schülerinnen und Schüler waren nicht nur Publikum, sondern aktiver Teil von zwei
englischsprachigen Theateraufführungen. Vier junge SchauspielerInnen des renommierten
White Horse Theatre aus England verwandelten die Sporthalle gleich zwei Mal in eine Bühne – und zugleich in ein Klassenzimmer der besonderen Art. Denn hier wurde Englischlernen ganz anders erlebbar: lebendig, authentisch und mitten im Geschehen.

Interaktives Märchen für die Jüngeren
Mit „A Pinch of Salt“ tauchten die Klassen 4 bis 7 in eine Neuerzählung eines englischen
Volksmärchens, die auch William Shakespeare als Vorlage für „König Lear“ nutzte, ein.
Gesangselemente machten die Aufführung fast zu einem kleinen Musical. Die Kinder
fieberten mit, folgten begeistert den Animationen der Schauspielerinnen und wurden selbst
Teil der Vorstellung. So wurde die englische Sprache lebendig – eingebettet in eine
spannende Handlung. Gestik, Mimik und interaktive Passagen ließen selbst die Jüngsten
verstehen und mitmachen.
Ein Stück zu Jugendkriminalität und Gruppenzwang
Für die Jahrgänge 8, 9 und 10 brachte „Light Fingers“ ein ernstes Thema auf die Bühne:
Jugendkriminalität und Gruppenzwang. Authentisch und intensiv zeigte das Stück die
Perspektiven von Täterinnen und Opfern – ohne einfache Antworten, dafür mit vielen
Denkanstößen. In manchen Momenten herrschte in der Halle eine solche Stille, dass man eine
Stecknadel hätte fallen hören können. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie tief Theater
berühren und zum Nachdenken anregen kann.

Lernen, das unter die Haut geht
Nach jeder Aufführung und in den Pausen stellten sich die SchauspielerInnen den Fragen der
Lernenden. Ob zu den Stücken oder Privatem – alles durfte gefragt werden. Damit wurde
Englisch zur echten Begegnung, nicht nur zur Unterrichtssprache.
Theater als Lernraum
Dank der Unterstützung des Fördervereins wurde die Sporthalle für einen Vormittag zu
einem besonderen Lernraum – und für die Schülerinnen und Schüler zu einer Erfahrung, die
noch lange nachwirken wird. Kulturelles Verständnis, Empathie und persönliche
Entwicklung wurden von der Bühne zu den Kindern transportiert.
